Wer sind WIR?

Am Anfang waren wir fünf Leute, die gemeinsam ihre Lebenssituation verbessern wollten. Daraus entwickelte sich der Verein Zusammen e.V., dem heute, nach vier Jahren, über 100 Mitglieder angehören. Viele von uns sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen.

Wir haben es geschafft einen Verein aufzubauen, den wir den Unseren nennen können: wir entscheiden alles selbst, wir finanzieren den Verein selbst, wir helfen uns gegenseitig, wir ergänzen uns mit unserem Wissen und Können.

Niedrige Löhne und Gehälter, steigende Mieten, unsichere Jobs und sich verschlechternde Arbeitsbedingungen, Erwerbslosigkeit, zu wenig Zeit für Familie und Freunde, schlechter Zugang zu Informationen, Unkenntnis der Rechtslage und nicht zuletzt dem Gefühl mit all den Problemen alleine zu stehen.

Die meisten Menschen im Stadtteil sind von ähnlichen Problemen betroffen.

Was machen WIR?

Zurzeit ist unser Schwerpunkt die gegenseiti- ge Hilfe im Bereich Sozial, Arbeits- und Miet- recht. Wir haben eine effektive Beratung mit anwaltlicher Hilfe aufgebaut. Es kommen sehr viele Menschen zu uns, die Hilfe brauchen. Wir beraten und begleiten unsere Mitglieder zum Beispiel zum Jobcenter, zum Wohnungsamt oder zu anderen Behörden. Nicht jeder aber kann sofort in die Beratung und Begleitung einsteigen. Dafür kann aber jeder mit anpa- cken.

Und DU?

Wir sind uns sicher, dass es viele Menschen gibt, die sich gegenseitig helfen wollen. Viel- leicht bist Du auch darunter.
Du könntest andere zum Amt begleiten, Wohnungen suchen, Briefe schreiben, Telefonate erledigen, Erfahrungsberichte oder Bewer- bungen schreiben oder auf die Kinder wäh- rend der Beratung aufpassen. Es gibt viele Möglichkeiten sich einzubringen.

Schließlich erkennen wir doch, dass die Konkurrenz und die Spaltungen uns alle schwächen und lähmen. Nur gemeinsam sind wir stark, zusammen können wir unser Leben hier und jetzt verbessern.

Werde aktives Mitglied bei Zusammen e.V.

Unsere Ziele

– Wir sind ein Verein, der versucht, die Menschen über ihre Rechte aufzuklären. Wir versuchen uns gegenseitig zu helfen und zu unterstützen. Jeder kann sich einbringen. – Wir wollen uns gegenseitig schlau machen, damit man uns nicht mehr für dumm verkaufen kann. Dazu haben wir Schulungen entwickelt, in denen wir uns die gesellschaftliche Verhältnisse, die Gesetze und unsere Möglichkeiten, uns zu wehren, erarbeiten. – Unser Ziel ist die Solidarität aller Menschen, die nicht über Macht und Reichtum verfügen. Wir wollen

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Unverschämter Anruf vom Jobcenter

Jobcenter-Mitarbeiterin: Dies ist eine Erinnerungsanruf, Sie sind eingeladen zum Bewerbertag am 10.04.2013 in den Hainer Weg 44. Wir möchten wissen ob Sie kommen werden.Ein Mitglied: Seit wann kontrolliert das Jobcenter, ob jemand zu einem Termin erscheint oder nicht? Und woher haben Sie eigentlich meine Telefonnummer? Warum warten Sie nicht bis zum besagten Tag, um zu sehen ob jemand nicht erscheint?Jobcener-Mitarbeiterin: Sie wissen ja nicht, wie oft die Eingeladenen einfach nicht erscheinen. Wir haben fünf Arbeitgeber eingeladen. Wenn wir aber wissen,

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Alles möglich für 6,70 € in der Stunde

Erfahrung mit Leiharbeit – Ein InterviewJede dritte freie Stelle ist eine Leiharbeitsstelle. Das „Jobwunder“ ist ein Lohndumping-Wunder. Die Jobcenter drücken mit Sanktionsandrohung in Leiharbeit. In fast jeder Branche und für fast jede Tätigkeit bieten Zeitarbeitsfirmen ihre „Dienstleistungen“ an. Diese sind vor allem: Kosten sparen für die Einsatzfirma durch Vermeidung von Festanstellungen. Aber auch die Spaltung der Belegschaften und das Absenken des Lohnniveaus sind auf dem Programm. In unserem Verein sind immer mehr Mitglieder von Leiharbeit betroffen. Mit Interviews unserer Mitglieder

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Unser Leben ist in Gefahr

Ein Flüchtling berichtet über die rassistische Verfolgung in Griechenland Interview mit Bashirollah Safi, 24 Jahre alt. Herr Safi ist 2006 aus Afghanistan nach Pakistan geflüchtet. Sein älterer Bruder kam durch Kriegshandlungen zwischen den Taliban und US-amerikanischen Truppen ums Leben. So musste Herr Safi als nun ältester Sohn die Verantwortung für die gesamte Familie übernehmen, da der Vater schon seit längerem verstorben war. Im Mai 2006 verließ Herr Safi, im Alter von 18 Jahren mit seinem jüngeren, damals 9 Jahre alten

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Ein Bürger dieser Stadt berichtet – Offener Brief von Said Noor

Frankfurt im Februar 2011Mein Name ist Said Noor. Ich bin Bürger der Stadt Frankfurt am Main. Weil alle meine bisherigen Bemühungen vergeblich waren, schreibe ich diesen offenen Brief. Ich möchte berichten, wie es dazu kam, dass ich seit zwei Jahren für mich und meine Familie eine Wohnung suche und nun in einer Notunterkunft lebe. Im Juni 2008 bin ich nach Deutschland gekommen. Ich wollte ganz schnell eine Wohnung finden, damit meine Familie, die noch in Afghanistan war, zu mir kommen

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Finanzamt Frankfurt entzieht Zusammen e.V. Gemeinnützigkeit

Das Finanzamt Frankfurt-Höchst hat uns am 19.01.11 die Gemeinnützigkeit aberkannt. Ab sofort ist der Verein nicht mehr berechtigt, „Zuwendungsbestätigungen für steuerliche Zwecke auszustellen“. Damit sind Spendenquittungen gemeint, die es ermöglichen, die Spende von der Steuer abzusetzen. Das soll ein Schlag gegen die Finanzierung des Vereins sein. Da wir unabhängig von staatlichen Geldern sind und es bleiben wollen, sind die Spenden neben den Mitgliedsbeiträgen die Grundlage der Finanzierung und der Unabhängigkeit.

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Wohnungsnot? Selber schuld!

Nach gut sechs Wochen hat sich das Amt für Wohnungswesen Frankfurt zu einer Antwort auf den Offenen Brief Said Noors durchgerungen. Vom Dezernenten, der Oberbürgermeisterin oder den Fraktionen gibt es bisher keine Antworten. Der Brief der Amtsleiterin, Frau Meier-Sienel, ist an Zynismus nicht zu übertreffen und steht im krassen Widerspruch zu ihren wohlwollenden Aussagen bei unserer Kundgebung vor dem Wohnungsamt im Dezember letzten Jahres.Hier der Brief im Original.

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Mitglieder berichten Mitgliedern

Beim zweiten Mitgliederfest von Zusammen e.V. im Dezember 2010 berichteten zwei Mitglieder von ihren Erfahrungen und machten sie so den anderen Mitgliedern bekannt. Die Themen Flucht und Wohnen standen im Mittelpunkt der Versammlung. Jangul Z. berichtete vom Schicksal seiner beiden Söhne, die auf der Flucht von Afghanistan in Griechenland gestrandet waren. Sie erlebten die katastrophale Situation für Flüchtlinge in Griechenland, wo zehntausende Menschen völlig sich selbst übverlassen sind.

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