Die absolute Mehrheit der Bevölkerung ist dazu gezwungen, die Arbeitskraft zu verkaufen, um zu überleben. Sie ist lohnabhängig. Die Minderheit verfügt über die Unternehmen, die Fabriken, Maschinen, etc., sie kauft die Arbeitskraft und beutet sie aus. Der Profit ist privat.
Für die Mehrheit sind die Bedingungen unter denen sie die Arbeitskraft verkaufen müssen, überlebenswichtig. Reicht der Lohn zum Leben? Und wenn ja auf welchem Niveau? Wie sind die Arbeitsbedingungen, werde ich durch die Arbeit krank? Kann ich meine Familie ernähren?
Vorübergehende oder längere Erwerbslosigkeit ist die Erfahrung von Millionen Menschen – und entgegen der offiziellen Statistik nicht weniger sondern mehr Menschen. Wie hängen die Gesetze zu Hartz I-IV mit der Lohnhöhe zusammen? Welche Möglichkeiten gibt es, sich zu wehren – im Jobcenter oder im Betrieb? Woher kommt die Armut der Vielen und der Reichtum der Wenigen?
Mit diesen Fragen rund um Arbeit und Jobcenter beschäftigt sich die Arbeitsgruppe.
Wir bieten verschiedene Schulungen zum Thema an.
Wir nehmen an Aktionen und am Rhein-Main-Bündnis gegen Sozialabbau und Billiglöhne teil.

Es gibt kein Jobwunder!

Monat für Monat verkündet die Bundesagentur Erfolgs-zahlen. Viele Menschen fragen sich, wo sind eigentlich die ganzen Jobs, von denen da geredet wird? Wir ahnen es schon: Es ist ein Wunder der Statistik, das hier bejubelt wird. Schauen wir uns die Zahlen genauer an: Offiziell sind 2,9 Millionen Menschen arbeitslos. Dazu kommen 760.000 Arbeitslose, die in Beschäftigungsmaßnahmen oder krank gemeldet sind und 193.000 Menschen, die Kurzarbeitergeld bekommen – sie haben also keine oder wenig Arbeit und kriegen den Lohn zum Teil

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Welche Verschärfungen kommen auf uns zu?

Was “Rechtsvereinfachung” genannt wird, sind Maßnahmen um den Druck auf Erwerbslose und Beschäftigte zu erhöhen.Eine Arbeitsgruppe tagt seit Monaten hinter verschlossenen Türen, um weitere Verschärfungen des Sozialgesetzes auszutüfteln. Beteiligt sind die Bundesländer, das Bundesarbeitsministerium, die Bundesagentur für Arbeit und die Kommunen. Die Verschärfungen werden den Druck auf Erwerbslose und Beschäftigte erhöhen. Hier die wichtigsten Beschlüsse:

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Aktionstag gegen Schikane in Jobcentern


2. Oktober: AufRECHT bestehen – Kein Sonderrecht im Jobcenter
Frankfurt: Jobcenter West, 8:00 bis 16:00, Salvador-Allende-Str. 3, S-Bahn-Station Westbahnhof„Sie verlassen den grundgesetzlich geschützten Raum und betreten das Jobcenter“ stand auf einem Transparent von Tacheles, einer Erwerbsloseninitiative aus Wuppertal. Es war Teil einer Protestaktion, um auf die teils unhaltbaren Zustände im Jobcenter aufmerksam zu machen und auf die für Ende des Jahres geplanten weiteren Verschärfungen des SGB II-Leistungsrecht hinzuweisen. Gleichzeitig war sie der Auftakt für bundesweite Protestaktionen, die bis Anfang Oktober 2014

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Solidarität mit Tacheles

Demokratie-Lektionen für Bundesagentur und Ordnungsamt Der Verein Tacheles hat für den 1. September einen „Zahltag“ vor dem Jobcenter in Wuppertal angemeldet. Dort sollen Aktionen, Beratung und Protest gegen Schikane durch die Jobcenter sowie die zu erwartenden Verschärfungen im Sozialgesetz stattfinden. Die Polizei hat den Protest nun verboten und auf einen schmalen Streifen des Gehsteigs verbannt. Begründung: Das Jobcenter und die Stadt als Vermieterin lehnen die Kundgebung ab. Dabei hat das Bundesverfassungsgericht bereits 2011 für Flughäfen festgestellt, dass öffentliche Räume zugänglich

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„Das ist keine Bildung im Sinne des Gesetzes!“

Bericht von der Verhandlung zur Gemeinnützigkeit von Zusammen e.V.  „Sie brauchen sich keine Hoffnung zu machen, ich werde im Sinne des Finanzamts entscheiden.“ Mit diesen Worten begann der Richter des Finanzgerichts die Verhandlung zur Aberkennung der Gemeinnützigkeit des Vereins Zusammen e.V. Das Finanzamt Frankfurt hatte vor drei Jahren diese Entscheidung getroffen. Dagegen wurde Klage eingereicht, am vergangenen Donnerstag fand die Verhandlung statt. Aitak Barani, Vorstand von Zusammen e.V., war von dieser schnellen Entscheidung des Richters verdutzt, …  

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Empörung in Höchst: Nazi im Jobcenter

Am 12.5. fanden wir gegen 15 Uhr vor dem Jobcenter Höchst ein. Es waren ca. 20 Leute gekommen, um gegen den Neonazi Jagsch und dessen Beschäftigung im Jobcenter zu protestieren. Das Jobcenter Höchst hatte jedoch geschlossen, obwohl der Betrieb normalerweise auf Hochtouren laufen müsste. Die Frontscheibe des Jobcenters war vollgeschmiert mit Rasierschaum. Zwei Angestellte putzten gerade die Scheibe. Die Polizei teilte uns mit, dass die Leitung des Jobcenters Höchst den Mitarbeitern den Nachmittag freigegeben hätte, weil wir eine Kundgebung angemeldet

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Nazi arbeitet im Jobcenter Frankfurt-Höchst

Weg mit dem Nazi-Funktionär Stefan Jagsch (Foto)Kundgebung am Jobcenter Frankfurt-HöchstMontag, 12.05., 15:00 Die Frankfurter Rundschau meldete am Dienstag, dass im Jobcenter Frankfurt-Höchst der NPD-Funktionär Stefan Jagsch arbeitet. Er ist stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Hessen. Er hat zahlreiche Nazi-Demos angeführt und gegen Migranten gehetzt. Er ist eng verbunden mit der militanten und gewaltbereiten Neonaziszene in Hessen.Wir lassen nicht zu, dass er über Daten von Erwerbslosen verfügt, dass Menschen einem organisierten Nazi gegenüber sitzen und sehr persönliche Angaben machen müssen!Wir lassen nicht

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„Berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme“ oder Vorbereitung auf Niedriglohnjob?

Ein Gespräch mit der Schülerin Nathaly bei Zusammen e.V. Was waren deine Zukunftspläne?„Als ich letztes Mal im Jobcenter war, gab mir die Beraterin Vorschläge, was ich in Zukunft machen könnte. Ich sagte ich wolle einen Abschluss nachholen, denn das ist notwendig für eine Ausbildung zur Arzthelferin. Wie hat die Beraterin im Jobcenter reagiert?Sie entmutigte mich und übte Druck aus, um mich statt an einer Schule, an einer so genannten berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahme teilnehmen zu lassen. Was kann man sich unter einer

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Solidarität mit den Busfahrern im Streik

Wer heute an einer Bushaltestelle vergeblich auf den Bus wartete, sollte nicht sauer sein. Die Busfahrer streiken für einen Stundenlohn von 12,- € und eine 39-Stunden-Woche. Wir begrüßen den Streik der Busfahrer. Viele unserer Mitglieder sind auf ergänzende Leistungen vom Jobcenter angewiesen, weil der Lohn nicht reicht, um die Familie zu ernähren. Das gilt auch für viele Kollegen am Bussteuer. Wir finden: Das ist eine Sauerei! Wir wollen Busfahrer, die ausgeschlafen sind und die keinen zweiten Job machen müssen um

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Schluss mit der Schikane im Jobcenter Höchst

Keine Empfangsbestätigung! Keine Möglichkeit mit dem Sachbearbeiter persönlich zu sprechen! Der Empfang beim Jobcenter Höchst entpuppt sich als Instanz zur Abwimmelung von Menschen in Not. Die meisten Betroffenen sind deshalb in eine Notsituation geraten, weil ihr Fall nicht richtig bearbeitet wurde. Das konnten wir heute selbst erleben. Wir begleiteten ein Mitglied unseres Vereins zum Jobcenter Höchst. Ihm wurden die Leistungen versagt, weil angeblich ein bestimmtes Schreiben nicht vorgelegen hatte. Abgesehen davon, dass sie genau dieses Schreiben schon vorgelegt hatte und

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