Unverschämter Anruf vom Jobcenter

Jobcenter-Mitarbeiterin: Dies ist eine Erinnerungsanruf, Sie sind eingeladen zum Bewerbertag am 10.04.2013 in den Hainer Weg 44. Wir möchten wissen ob Sie kommen werden.
Ein Mitglied: Seit wann kontrolliert das Jobcenter, ob jemand zu einem Termin erscheint oder nicht? Und woher haben Sie eigentlich meine Telefonnummer? Warum warten Sie nicht bis zum besagten Tag, um zu sehen ob jemand nicht erscheint?
Jobcener-Mitarbeiterin: Sie wissen ja nicht, wie oft die Eingeladenen einfach nicht erscheinen. Wir haben fünf Arbeitgeber eingeladen. Wenn wir aber wissen, dass die meisten eingeladenen Kunden nicht erscheinen, dann würden wir nur einen Arbeitgeber vor Ort haben und die anderen könnten ihren anderen Verpflichtungen nachgehen.
Ein Mitglied: Für mich ist das ein Versuch mein Privatleben zu kontrollieren. Damit bin ich nicht einverstanden und bitte Sie sofort meine Telefonnummer aus ihrer Datei zu löschen, sofort!
Jobcenter-Mitarbeiterin: Sie müssen sich leider an Ihren Sachbearbeiter wenden. Ich kann Ihre Nummer nicht aus der Datei löschen...
Ein Mitglied: Das werde ich auch tun....

 

Tausende verhindern Naziaufmarsch in Frankfurt

Praktische Solidarität mit den Antifaschisten, die nun von Strafverfolgung bedroht sind!
Mehrere tausend Menschen haben den Nazi-Aufmarsch am 1. Mai in Frankfurt verhindert. Auf den Blockaden, auf der 1. Mai-Demonstration, am Römer und an vielen anderen Orten der Stadt waren Menschen auf den Beinen, um ein Zeichen gegen Faschisten zu setzen. Blockaden mit mehreren hundert Menschen auf den Schienen in der Nähe des Ostbahnhofs, auf der Hanauer Landstraße und den Straßen rund um den Ostbahnhof haben die Anreise der Faschisten unmöglich gemacht. Die Polizei wollte den Aufmarsch der Nazis unbedingt durchsetzen und wendete besonders bei den Gleisblockaden und am Danziger Platz Gewalt an. Es gab viele Verletzte durch Tränengas- und Schlagstockeinsatz. Rund 100 Menschen mussten medizinisch versorgt werden, vier Personen wurden mit Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert. Es kam zu 30 Ingewahrsamnahmen. Zudem wurde das Presserecht verletzt und die Kamera eines Pressefotografen beschlagnahmt.

1. Mai - wie in Frankfurt so in Luanda

Ein Mitglied von Zusammen e.V.:
Ja, auch in Angola, dem Land, in dem ich geboren wurde, gehen Arbeiter am 1.Mai auf die Straße, um Ihren Forderungen massenhaft Nachdruck zu verleihen. Es ist dasselbe wie hier, in Deutschland und in Angola, in Luanda und in Frankfurt. Man fordert Löhne, von denen man sich und seine Familie ernähren kann, Abschaffung von Leiharbeit und einem Dasein als Tagelöhner. Jeder muss kämpfen um zu überleben. Viele Arbeiter gehen nach getaner Arbeit nicht nach Hause, sie haben keins, sondern leben auf der Straße- und den Regierenden ist das scheißegal, ihre Viertel werden schließlich von Tagelöhnern bestens gepflegt. Die Menschen wissen, dass die Teilnahme an den 1.Mai-Demonstrationen für sie gefährlich sein kann, weil es oft zu extrem gewalttätigen Polizeieinsätzen kommt. Sie beteiligen sich aber trotzdem und es ist schön zu wissen, dass Millionen Arbeiter auf der ganzen Welt am 1. Mai mit ihnen gehen. Dann gilt: "Hoch die Internationale Solidarität". Ich bin am 1. Mai hier in Frankfurt auch auf der Straße. Meine Hauptforderung ist zunächst einmal: 10€ Mindestlohn. Dann werden wir weitersehen.

Lautstark gegen Rassismus durch Rödelheim

Am Sonntag zogen wir lautstark durch Rödelheim, um gegen Rassismus und für Solidarität zu demonstrieren. Mit Rufen "Frankfurt Nazifrei - am 1. Mai sind wir dabei" und anderen haben wir für die Blockaden der Nazi-Kundgebung am 1. Mai mobilisiert. Die Reaktion der Bevölkerung war sehr positiv. Wir waren eine kleine Gruppe mit 20 Leuten, aber die Stimmung war gut. Wir haben Plakate aufgehängt mit vielen Sprüchen zu Rassismus und Neofaschismus. Diese werden gerade noch einmal vermehrt und ab morgen wieder aufgehängt. Wir finden, solche Aktionen sollte man viel öfter im Stadtteil machen - die Leute fandens toll...;-)
Hier noch einmal der Aufruf:

Keine Wahlwerbung für Lohndrückerei

Warum wir uns nicht mehr am Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum beteiligen
Ende Januar hatten wir auf einem Extra-Plenum entschieden, aus dem Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum auszutreten. Hauptgrund ist die Beteiligung der SPD an diesem Bündnis, für deren Wahlkampf wir keine Unterstützung leisten wollen. Wir wollen keine Illusionen über die bisherige Politik und die Absichten der SPD verbreiten.

Redebeitrag von Zusammen e.V. zum 1. Mai 2013

Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michelle Kiesewetter.

Das sind die Namen der vom NSU Ermordeten. Habt ihr sie schon einmal gehört? Sind die Gesichter euch genau so geläufig wie die der Mörder? Wahrscheinlich nicht. In den Medien tauchen sie kaum auf. Auch das gehört zur endlosen Reihe der Demütigung der Opfer und ihrer Familien. Wir sollen sie vergessen. Wir sollen nicht darüber nachdenken, dass Süleyman Tasköprü eine dreijährige Tochter hatte als er ermordet wurde. Was würde er heute mit seiner Tochter unternehmen? Vielleicht würden sie hier mit uns zusammen stehen, vielleicht würden sie einen schönen Ausflug machen. Wir vergessen sie nicht und wir kämpfen dafür, dass sie dem Vergessen entrissen werden. Auch deshalb stehen wir heute hier.

165 Jahre 1. Mai in Frankfurt

Die erste von der organisierten Arbeiterschaft veranstaltete Maifeier in Frankfurt am main begann am 1. Mai 1890 mittags mit einer Versammlung von 1500 Arbeitern in „Schwager‘s Felsenkeller“. Nachmittags machte man einen „Massenspaziergang“ nach Isenburg, weil demonstrieren verboten war. Damals wie heute war Vorsicht und Disziplin angesagt, da auch die Polizei in Zivil dabei war. Warum dann 165 Jahre? Am 1. Mai 1848 entstand in Frankfurt die erste gewerkschaftliche Organisation: die Buchdruckergewerkschaft „Typographia“.

Tod nach Zwangsräumung in Berlin

Aus "Die Linke Zeitung" :
Die am Dienstag, den 09.04. zwangsgeräumte Rosemarie F. ist zwei Tage später am 11.04. in einer Berliner Wärmestube verstorben. Am 09.04.2013 wurde Rosemarie F. mit einen Großaufgebot von 140 Polizisten aus ihrer Wohnung in der Aroser Alle 92 in Berlin-Reinickendorf geräumt.

„Ich kenne alle Tricks”

Ein Mitglied von Zusammen e.V. berichtet: 
Ich wurde eingeladen zum Airport – vom Jobcenter. Ich solle mich bewerben – als Flugzeugreiniger bei der WISAG.
Hier mein Bericht: