Es wird gestreikt!
Wer kämpft, kann verlieren - wer nicht kämpft hat schon verloren - Solidarität mit den Metallern im Warnstreik!
In den letzten Monaten wurde und wird in unterschiedlichen Branchen in Deutschland gestreikt. Die Lohnforderungen sind unterschiedlich hoch. Die Metaller fordern 5,5 % mehr Lohn, die Beschäftigten im öffentlichen Dienst der Länder 6,5 % und die Post-Angestellten 6 %. In den letzten Jahren hat sich gezeigt, dass die Beteiligung an den Warnstreiks oft sehr gut war. Die Ausgangslage für Streiks wäre also vielleicht gar nicht so schlecht.

on der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und Migranten:
Mit einem flächendeckenden Warnstreik legte das Bodenpersonal der Lufthansa den Flughafen lahm. Die Arbeiter fordern höhere Löhne und sichere Arbeitsplätze. Rund 10 000 Menschen nahmen am Streik teil. Die Gewerkschaft verlangt eine Lohnerhöhung um 5,2 Prozent bei einer Laufzeit von 12 Monaten und Jobgarantien für die rund 33 000 Mitarbeiter. Die Lufthansa macht aber Jobgarantien von längeren Arbeitszeiten abhängig und will die Mitarbeiter nach Geschäftsfeld bzw. Tätigkeitsbereich spalten und ihnen unterschiedliche Angebote machen. Eine Steigerung der Löhne soll, wenn es nach der Lufthansa ginge, höchstens drei Prozent betragen und nach und nach in einem Zeitraum von 29 Monaten realisiert werden. Jetzt heißt es für die weiteren Verhandlungen Durchhaltevermögen und kein Einknicken vor den niedrigen Angeboten der Lufthansa. Der Druck durch die Medien, die versuchen die Fluggäste gegen die Streikenden aufzuhetzen, kann man ruhig an sich abperlen lassen. Schließlich zeigen sie mit ihrer Propaganda auf welcher Seite sie stehen. Das tun wir auch: unsere volle Solidarität gilt den Streikenden!
Die Unternehmer und der Staat, die uns spalten und terrorisieren...
Praktische Solidarität mit den Antifaschisten, die nun von Strafverfolgung bedroht sind!
Ein Generalstreik ist eine „Form des Arbeitskampfs, bei der alle oder die meisten Arbeitnehmer in Streik treten, um die gesamte Wirtschaft zum Stillstand zu bringen, meist in der Absicht, politischen Forderungen Nachdruck zu verleihen“, wie es das Gabler-Wirtschaftslexikon formuliert. In der Bundesrepublik ist ein Generalstreik nicht vom Streikrecht abgedeckt und somit rechtswidrig, weil er politisch motiviert ist. Er ist zwar nicht verboten, aber durch einen Gerichtsentscheid von 1955 untersagt. Den Gewerkschaften würden massive Schadensersatzforderungen drohen. Der damalige Präsident des Bundesarbeitsgerichts, Carl Nipperdey, setzte sich damit gegen die Gewerkschaften durch. Er war übrigens vorher bei den Nazis aktiv und beteiligte sich als Jurist an den faschistischen Kriegs- und Okkupationsstrategien. Der erfolgreichste Generalstreik der deutschen Arbeiterbewegung richtete sich 1920 gegen einen rechtsgerichteten Putsch gegen die Weimarer Republik – die Vorläufer der Faschisten scheiterten an der Einheit der Arbeiterbewegung. Hitler wäre wohl auch nur mit einem Generalstreik zu verhindern gewesen. Ist es ein Zufall, dass die Bundesrepublik diese Kampfform der Arbeiter untersagt?
Lange Laufzeit trotz Inflationsgefahr
Enver Şimşek, Abdurrahim Özüdoğru, Süleyman Taşköprü, Habil Kılıç, Mehmet Turgut, İsmail Yaşar, Theodoros Boulgarides, Mehmet Kubaşık, Halit Yozgat, Michelle Kiesewetter.