Wohnen

Die Mieten steigen immer weiter - nicht nur in Frankfurt. Gleichzeitig sinken die Löhne. Sozialwohnungen zu einer ermäßigten Miete von 5,- € gibt es kaum noch und es werden viel zu wenig neue gebaut. Das Ergebnis ist Wohnungsnot.

Was kann ich gegen Mieterhöhung, Schimmel oder ander Mängel machen - welche Rechte habe ich als Mieter?

Die Gewinne für die Vermieter steigen immer weiter, immer luxuriösere Wohnungen und Bürogebäude werden errichtet, während zugleich immer mehr Menschen in schlechten und überteuerten Wohnungen leben müssen. Das wirft die Frage auf: Wer verfügt über Grund und Boden, wer über die Gebäude? Woher kommt der Profit und was können wir gegen die Situation unternehmen?

Mit diesen Fragen beschäftigt sich die Arbeitsgruppe.

Es gibt eine Schulung zum Thema Wohnungsnot und wir führen Aktionen zum Thema durch.

Woher kommt die Wohnungsnot und wie können wir dagegen kämpfen?

Broschüre von Zusammen e.V. zur Wohnungsnot
Seit 2010 sind wir mit der Wohnungsnot unserer Mitglieder konfrontiert. Mieterhöhungen, Zwangsräumungen, zu kleine und zu teure Wohnungen, zu hohe Mieten, die aus dem Hartz-Regelsatz gezahlt werden müssen, Baumängel, Schimmel, und so weiter und so weiter.

Nach zwei Jahren verschiedenster Aktivitäten - Kundgebungen vor Wohnungsamt und Römer, Beteiligung an verschiedenen Bündnisaktionen und Unterstützung einer Mieterinitiative – wollten wir der Frage, woher die Wohnungsnot eigentlich kommt und welche Besitzverhältnisse ihr zu Grunde liegen, nachgehen. Dazu haben wir eine Broschüre geschrieben, die zur Aufklärung dienen soll.

Nicht mal ein Appel und ein Ei

Wie die Wohnheim GmbH die Bewohner des Füldchens mit Schrottangeboten abspeisen will
Die Wohnheim GmbH will die Häuser der Siedlung „Im Füldchen“ sanieren. Aus maroden ehemaligen Sozialbauwohnungen sollen teure Mietwohnungen in sehr guter Lage werden. Geld genug für die Sanierung hat die Wohnheim, die Teil der ABG-Holding ist. Unter anderem auch deshalb weil in die Wohnungen im Füldchen in den letzten Jahrzehnten kein Cent gesteckt wurde. Sie sind dementsprechend in einem unbewohnbaren Zustand.

Tod nach Zwangsräumung in Berlin

Aus "Die Linke Zeitung" :
Die am Dienstag, den 09.04. zwangsgeräumte Rosemarie F. ist zwei Tage später am 11.04. in einer Berliner Wärmestube verstorben. Am 09.04.2013 wurde Rosemarie F. mit einen Großaufgebot von 140 Polizisten aus ihrer Wohnung in der Aroser Alle 92 in Berlin-Reinickendorf geräumt.

Wir gehen hier nicht weg!

Sanierung der Siedlung „Im Füldchen“ wirft viele Fragen auf
Märchenstunde bei der Wohnheim GmbH: Es war einmal eine Siedlung, deren Bewohner so lange auf Besserung warten mussten, bis sie nun endlich saniert werden sollte. Ein neues Leben in warmen Wohnungen mit modernen Bädern begann. So oder so ähnlich könnte die Märchenstunde beginnen, die von der Wohnheim GmbH am 5. September veranstaltet wurde und über die Sanierungspläne der Siedlung „Im Füldchen“ informieren sollte.

Bericht: Kundgebung gegen Wohnungsnot

RoemerSaid Am Donnerstag, 24.02.11 fand eine Kundgebung von Zusammen e.V. gegen Wohnungsnot vor dem Römer statt. Dort tagte die letzte Stadtverordnetenversammlung vor der Kommunalwahl am 27. März. Hauptforderung des Vereins, der bereits im Dezember letzten Jahres vor dem Wohnungsamt demonstrierte, war, bezahlbaren Wohnraum in Frankfurt zu schaffen. Ein Drittel der Bevölkerung kann sich nicht ausreichend mit Wohnraum versorgen, der soziale Wohnungsbau wird seit Jahren zurückgefahren.

Achtung Wohnungsnot - Protestkundgebung vor dem Stadtparlament

RoemerWohnungnsnotWir wollen unseren Protest für bezahlbaren Wohnraum fortsetzen. Nach unserer Kundgebung im Dezember vor dem Wohnungsamt ist die nächste Station die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstag, 24.02.11 von 14 bis 17 Uhr. Das ist die letzte Parlamentssitzung vor der Kommunalwahl. Dort wollen wir Druck machen gegen die Wohnungsnot und gegen die Renditepolitik der städtischen ABG-Holding. Wir wollen außerdem auf die Situation von Said Noor aufmerksam machen (siehe Offener Brief), dessen Familie nach über zweijähriger Wohnungssuche mittlerweile in einer Notunterkunft gelandet ist (siehe Protestfaxe).
Kommt alle zum Römer AM DONNERSTAG, 24.02.11 von 14 bis 17 Uhr

Im Folgenden der Aufruf und hier als pdf-Datei:

Keine Wahlwerbung für Lohndrückerei

Warum wir uns nicht mehr am Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum beteiligen
Ende Januar hatten wir auf einem Extra-Plenum entschieden, aus dem Aktionsbündnis für bezahlbaren Wohnraum auszutreten. Hauptgrund ist die Beteiligung der SPD an diesem Bündnis, für deren Wahlkampf wir keine Unterstützung leisten wollen. Wir wollen keine Illusionen über die bisherige Politik und die Absichten der SPD verbreiten.

Hausbesitzer auf den Barrikaden

http://www.faz.net/polopoly_fs/1.1047678!/image/2847572882.jpg_gen/derivatives/article_aufmacher_klein/2847572882.jpgTrotzdem schlechte Nachrichten für Mieter - Neuer Mietspiegel und neuer Koalitionsvertrag veröffentlicht
Hauseigentümer protestieren gegen die CDU und die Grünen? Tatsächlich will der Vorsitzende der „Eigentümergemeinschaft Haus und Grund“, Anwalt Jürgen Conzelmann (Bild), juristisch gegen eine Vorgabe der Stadtregierung an die ABG-Holding vorgehen. Die größte städtische Wohnungsbaugesellschaft mit 50.000 Wohnungen soll plötzlich dazu beitragen, dass die Mieten nicht explodieren. Jahrelang baut sie teure Eigentums- und Mietwohnungen und nun eine Vorgabe der Stadt, sie solle „bei ihren künftigen Mietpreisen für Wiedervermietungen von Wohnungen im mittleren und niedrigen Preissegment in geeigneten Wohngebieten generell 4% unter dem Mietspiegel bleiben, um eine preisdämpfende Wirkung zu erzielen“ (Koalitionsvertrag Frankfurt 2011).

Veranstaltung zur Wohnungsnot

Stellungnahme von Zusammen e.V. zum Verhalten des AStA der Goethe-Uni im Zusammenhang mit der Veranstaltung „Leerstand zu Wohnraum!“ am 13.4.11
Der ASTA der Uni Frankfurt hat am 11.4.11 die Raumzusage für die Veranstaltung "Leerstand zu Wohnraum" entzogen. Die Veranstaltung findet nun im Hörsaal 9 im Hörsaalgebäude statt. Dazu unsere Stellungnahme: Zusammen e.V. ist ein strömungsübergreifender Verein, der sich auf die Organisation von Lohnabhängigen im Stadtteil konzentriert. Die ökonomischen, sozialen und politischen Interessen unserer Mitglieder bestimmen unsere Schwerpunkte. Diese Schwerpunkte sind zurzeit Erwerbslosigkeit, Niedriglohn, Rassismus und Wohnungsnot. Wir arbeiten zu diesen Themen jeweils auf drei Ebenen: Beratung, Aufklärung und Protest.

Ein Bürger dieser Stadt berichtet - Offener Brief von Said Noor

Frankfurt im Februar 2011
Mein Name ist Said Noor. Ich bin Bürger der Stadt Frankfurt am Main. Weil alle meine bisherigen Bemühungen vergeblich waren, schreibe ich diesen offenen Brief. Ich möchte berichten, wie es dazu kam, dass ich seit zwei Jahren für mich und meine Familie eine Wohnung suche und nun in einer Notunterkunft lebe. Im Juni 2008 bin ich nach Deutschland gekommen. Ich wollte ganz schnell eine Wohnung finden, damit meine Familie, die noch in Afghanistan war, zu mir kommen konnte. Ich habe dann auch eine Wohnung gefunden. Es waren allerdings nur zweieinhalb Zimmer, aber meine Familie konnte erst mal nachkommen und ich habe gehofft, bald eine größere Wohnung zu finden. Im September 2008 sind dann meine Frau und meine Kinder nach Frankfurt gekommen. Die Hauptsache war, dass wir erst einmal alle zusammen waren.

Protestfax oder -email für Familie Noor

Bild-Kundgebung-Wohnungsamt-FaxEine Wohnung für 4000,- € im Monat - das hört sich luxuriös an. Das trifft aber nur für den Preis zu. Soviel bezahlt die Stadt im Monat für eine Notunterkunft für Familie Noor. Zwei Jahre Wohnungssuche der Familie, alle Anstrengungen und Bemühungen blieben erfolglos. Nun ist sie in einer Notunterkunft, wieder ein Provisorium, wieder Warten, Bangen, Hoffen. Said Noor ist wütend: "Für die Hälfte der Kosten dieser abgelegenen Unterkunft hätten wir eine schöne Wohnung gefunden. Das verstehe ich alles nicht. Wann können wir endlich in eine angemessene, bezahlbare Wohnung ziehen?"