Antirassismus

Spalte und herrsche! Nach diesem Motto gehen die Mächtigen vor, um ihre Macht abzusichern. Deutsche gegen Ausländer, Erwerbslose gegen Bechäftigte, etc. Durch diese Spaltungen sollen die Lohnabhängigen davon abgelenkt werden, dass sie ein gemeinsames Problem haben. Das Problem soll nicht mehr der Unternehmer, der ausbeutet, sondern der Ausländer sein, der angeblich die Arbeit wegnimmt. Es soll nicht die Bundesregierung sein, die mit Hartz IV Armut schafft, sondern die "faulen Griechen", die uns angeblich ausnehmen.

Mit strengen Aufenthaltsgesetzen, diskriminierenden Regelungen auf dem Arbeitsmarkt und der Ausnutzung der Armut in vielen Ländern werden Menschen besonders benachteiligt und gezwungen für noch niedrigere Löhne zu arbeiten. Mit der Entrechtung und Benachteiligung sollen Löhne gedrückt werden. Um ein gemeinsames Vorgehen der Lohnabhängigen dagegen zu verhindern, werden Vorurteile geschürt bis hin zu Terrorgruppen, die mit staatlicher Hilfe Menschen ermorden.

Ob es die schikanöse Polizeikontrolle oder andere Erfahrungen von Rassismus im Alltag sind, ob es Aufenthalts- oder andere Gesetze sind - wir beschäftigen uns mit diesen Quellen von Rassismus und bieten die Möglichkeit, sich zusammen zu schließen.

Erzwingungshaft gegen Refugee-Aktivisten angedroht

Schwbisch-GmndIn Schwäbisch-Gmünd wurden drei Refugee-Aktivisten zu Geldstrafen wegen Verstoß gegen die Residenzpflicht verurteilt. Sie weigern sich die Geldstrafe zu zahlen. Nun werden sie sogar mit Erzwingungshaft bedroht. Gegen die Auflage, am Ort der Ausländerbehörde bleiben zu müssen kämpfen Flüchtlinge seit vielen Jahren. Viele erfolge konnten erzielt werden, dennoch wenden die Behörden diese kolonialistische Auflage weiter an - besonders gegen Aktivisten der Flüchtlingsbewegung.
Wir rufen in Solidarität zum Protest auf. Am Montag 2.3. um 14:00 auf der Konstablerwache.

 

Pegida läuft 100 Meter - Polizeigewalt gegen antifaschistischen Protest

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Anti-Nazi-Koordination ruft zu weiterem Protest auf - am Mo., 2.3.-17:00, Hauptwache

Der Aufmarsch von 60 Neonazis und Rassisten( “Pegida-Frankfurt”)  war erneut von massiver Polizeigewalt gegen die rund 1000 Gegendemonstranten geprägt. Durch die Polizei-Absperrung der Zugangswege zum Stoltze-Platz und zum Liebfrauenberg konnte Pegida zum ersten Mal eine kleine Demonstration veranstalten, deren Route aber nur 100 Meter lang war. Von Teilen der  Pegida-Kundgebung gab es Angriffe auf einen freien Fotojournalisten, dem dabei der Finger umgedreht wurde. Die Polizei musste den Angriff auf den Journalisten unterbinden.
Die Frankfurter Polizei setzte nach dem Ende der Neonazi-Kundgebung in der B-Ebene der Hauptwache große Mengen Pfefferspray gegen Demonstranten ein. Mehrere Beamte sprühten gleichzeitig in einem weiten Radius den militärischen Kampfstoff auf ungeschützte Menschen.

 

Zehn Jahre Kampf um Aufklärung - Oury-Jalloh-Demonstration 2015

Mit rund 1000 Demonstranten war die Oury-Jalloh-Demonstration 2015 eine große und lautstarke Demonstration. Wie jedes Jahr seit 2005 forderten die Teilnehmer, dass endlich wegen Mord ermittelt wird und prangerten die verbrecherische Vertuschung durch Polizei, Staatsanwaltschaft und Gerichten an. Nur durch die hartnäckige Arbeit der Initiative Oury Jalloh konnte der Beweis erbracht werden, dass Oury sich nicht selbst angezündet haben kann. Das hat das Brandgutachten des letzten Jahres ergeben. Dennoch weigert sich der deutsche Staat, dieses Verbrechen aufzuklären. Wir werden auch hier in Frankfurt weiter für Aufklärung und gegen die Vertuschungspolitik der Behörden kämpfen. Oury Jalloh ist - ebenso wie die vielen anderen Opfer von Polizeigewalt - unvergessen!

Rede auf der Kundgebung gegen den israelischen Angriff auf Gaza

 

Nach Angaben des UN-Kinderhilfswerks Unicef starben bisher 121 Kinder im Krieg gegen Gaza. Mehr als 900 Kinder seien verletzt worden. Insgesamt wurden mehr als 700 Palästinenser getötet, die meisten von ihnen Zivilisten und über 4000 Verletzte insgesamt. Auf israelischer Seite starben bislang 29 Soldaten und zwei Zivilisten. Für alle diese Opfer des Krieges wollen wir eine Schweigeminute einlegen.
Was macht dieser Krieg mit uns?

Er macht uns traurig, wütend, ohnmächtig .... manchmal sprachlos. Das war mit dem Angriffskrieg gegen Afghanistan so, der bis heute andauert, das war und ist mit dem Irakkrieg so, der bis heute andauert, Libyen, Syrien, jetzt Ukraine ... aber vergessen wir nicht all die anderen so genannten Krisenherde wie Sudan, Kongo, Ruanda und nicht zuletzt Jugoslawien. Wollen wir wirklich wissen wie viele Kinder und Zivilisten in diesen Kriegen ermordet wurden? 

Wir werden sie vor unser Gericht stellen

http://www.mz-web.de/image/view/25819454,24458812,dmFlashTeaserRes,71-63771156%25253A%2BProtest%2Bvor%2Bde%2B%25252807.01.2014_19%25253A43%25253A19%25253A820%252529.jpgKämpferische Demonstration für Aufklärung und Gerechtigkeit für Oury Jalloh
Mehr als 700 Menschen haben am 07.01.14 in Dessau für Aufklärung und Gerechtigkeit für Oury Jalloh demonstriert. Mit kämpferischen Redebeiträgen zogen die Demonstranten - darunter auch Mitglieder der „Gruppe Lampedusa“ aus Hamburg - vom Hauptbahnhof über den Sitz der Staatsanwaltschaft, das Amts- und das Landgericht zu der Polizeiwache, in der Oury Jalloh neun Jahre zuvor, am 07.01.05 bei lebendigem Leibe verbrannt wurde. Alle Behörden haben sich in ein Netz von Lügen, Vertuschungen und Einschüchterungen verstrickt. Von Anfang an wurde vermieden, was offensichtlich war: Wegen Mordes zu ermitteln. Ein grausames Verbrechen wurde verharmlost, das Opfer und seine Angehörigen verleumdet und die für Aufklärung kämpfenden Freunde verfolgt und traktiert, wie Aktivisten der Initiative Oury Jalloh vor der Staatsanwaltschaft betonten. Die Rufe „Shame on you“ schallten über den Platz vor dem Gebäude der Staatsanwaltschaft.

Lampedusa in Hamburg

http://1.bp.blogspot.com/-0evO8byuPUk/UZQOVyZZWkI/AAAAAAAAAmM/w6AJcjxYWZ4/s1600/20130503_kirchentag.jpgVon der Karawane für die Rechte der Flüchtlinge und MigrantInnen:
Bezirksamt Hamburg Mitte verhindert mit Polizeikräften Zeltaufbau - Bürgermeister und Senat stellen sich weiterhin blind und taub - Starker Regen flutet Schlafplätze
Während sich die Stadtverantwortlichen seit Wochen wegducken, und die Gruppe der 300 Kriegsflüchtlinge aus Libyen auf der Straße lebt, wurde am Wochenende eine Dauermahnwache mit Zelten auf einer ungenutzten, Gras bewachsenen Freifläche zwischen Konrad-Adenauer Allee und Kurt-Schumacher Allee angemeldet. Das Bezirksamt Hamburg Mitte lehnte den Antrag ab. Es gelte das Gras zu schützen, auf Grünflächen würde keine Genehmigung erteilt. Nachdem Sprecher der Flüchtlingsgruppe letzte Woche auf ihrer Pressekonferenz schon gesagt hatten, dass sogar Hunde besser geschützt werden und Obdach bekommen, bringt die Hamburger Behörde jetzt sogar Gras ein. Gestern, um 16°° Uhr begannen solidarische Menschen ungeachtet der Entscheidung der Behörde mit dem Aufbau zweier Zelte auf dem Platz.

Stoppt die Hetze gegen den Islam

Die Neonazis von PEGIDA Frankfurt haben für jeden Montag eine Kundgebung an der Hauptwache angemeldet. Sie versuchen diese rassistische Bewegung in Frankfurt zu etablieren. Das müssen wir verhindern. Informationen, um wen es sich bei diesen Leuten handelt und was sie im Schilde führen, sind auf der Seite der Anti-Nazi-Koordination Frankfurt zu finden: antinazi.wordpress.comDas Feindbild Islam wurde seit Jahren aufgebaut, um den Abbau von Grundrechten und Kriegsführung zu rechtfertigen ("Kampf gegen den Terror") und ein Klima der Angst und des Misstrauens zu schaffen. Die Angriffe auf den Islam als Religion und die Muslime in der Bevölkerung richten sich gegen uns alle. Sie dienen der Spaltung und sollen verhindern, dass wir gemeinsam für unsere Rechte und für eine friedliche Welt für alle eintreten. 

Anbei diese kurze Aufstellung über die wahren Terroristen und Hassprediger (auch als Flugblatt für nächsten Montag zum Weiterverbreiten).

 

Mahnwache für Palästina

Mahnwache in Gedenken an die Opfer von Gaza!
Freitag, 30. August 2014, 14-18 Uhr, Brockhausbrunnen

Mahnwache der Palästinensischen Gemeinde und dem Palästina-Forum.

 

Ausstellung Neofaschismus in Deutschland

Vom 03. Juni bis 27. Juni Stadtteilbücherei Rödelheim
In der Bundesrepublik werden Menschen beschimpft, bedroht, 
zu Tode getreten oder bei lebendigem Leibe verbrannt, weil sie als Fremde oder Andersdenkende gehasst werden. Dabei zeigt sich die Mordserie des NSU nur als Spitze des rassistischen, neofaschistischen Eisberges. Weit über 100 Todesopfer hat die neofaschistische Gewalt seit 1990 bereits gefordert. Die Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“ informiert über Ideologie und Praxis des Neofaschismus in Deutschland und benennt Ursachen für die Ausbreitung rassistischen, nationalistischen und militaristischen Denkens und Handelns. Die Ausstellung wurde ausgezeichnet mit dem Hans-Frankenthal-Preis der Stiftung Auschwitz-Komitee. Die jetzt in Rödelheim erstmals gezeigte neue Fassung ist eine völlig überarbeitete Version der bereits seit Jahren erfolgreichen Ausstellung. Sie will sensibilisieren gegenüber den Gefahren, die von der rechten Szene ausgehen.

 

Hans Schwert ist gestorben

http://faitesvotrejeu.blogsport.de/images/hans_schwert_foto_2009.jpgDer antifaschistische Widerstandskämpfer Hans Schwert ist im Alter von 105 Jahren gestorben.
Er ist ein großes Vorbild für Mut, Standhaftigkeit und Menschlichkeit. Noch am 2. Mai 2013 hat er bei einer Veranstaltung zum Jahrestag der Stürmung der Gewerkschaftshäuser 1933 gesprochen. Er fand klare Worte über die faschistische Gefahr und ihre Hintermänner im Staatsapparat. Er warnte uns, dass wir in einer gefährlichen Zeit leben, da aus dem Staat heraus die Faschisten aufgebaut werden. Seine Worte hatten schweres Gewicht, aufgrund seiner vielen Kampferfahrungen in den Kerkern der Nazis.
Wir werden das Andenken an Hans Schwert hochhalten und in seinem Sinne den gemeinsamen antifaschistischen Kampf fortführen. Allen Angehörigen drücken wir unser herzliches Beileid aus.
Die Trauerfeier findet statt am 29.05.2013 um 13:00 am Hauptfriedhof.

Gedenken zum 20. Jahrestag des Brandanschlags auf die Familie Genç in Solingen

29. Mai 2013 - 11:00 bis 19:30
Hülya-Platz, Frankfurt-Bockenheim
Gedenktag am 29. Mai auf dem Hülya-Platz
 
Wir werden sie nicht vergessen!
Saime Genç, 4 Jahre
Hülya Genç, 9 Jahre
Gülüstan Oztürk, 12 Jahre
Hatice Genç, 18 Jahre
Gürsün Ince, 27 Jahre

Am 29. Mai 1993 wurde die aus der Türkei stammende Familie Genç Opfer eines Brandanschlags, verübt von vier jungen Deutschen aus der Neonazi-Szene. Zwei junge Frauen und drei Mädchen, darunter die 9-jährige Hülya, starben. 14 weitere Familienmitglieder erlitten zum Teil lebensgefährliche Verletzungen. Der Solinger Anschlag war 1993 der Höhepunkt fremdenfeindlicher und rassistischer Anschläge auf Migrantinnen und Migranten in Deutschland. Er geschah drei Tage nach dem Parlamentsbeschluss zur Einschränkung des Grundrechts auf Asyl und nach einer Welle von Anschlägen, für die Hoyerswerda, Rostock-Lichtenhagen und Mölln stehen.