Niedriglohn in Frankfurt

Auch in Frankfurt sind Frauen stark von Niedriglohn und Armut betroffen. Die statistischen Berichte der Stadt Frankfurt melden, dass von den rund 55.000 Minijobbern in Frankfurt 60 % Frauen sind. Von diesen 32.000 Frauen ist der Minijob für 62 % das einzige Einkommen. In der Bundesrepublik sind fast 50 % aller Niedriglohnjobs von Frauen ausgefüllt.

In Frankfurt sind 20,7 % aller Vollzeitstellen im Niedriglohnsektor, das heißt der Bruttolohn liegt unter 1890,- €. Während Männer zu 16 % im Niedriglohnsektor arbeiten, waren in Frankfurt 20,7 % der Frauen mit Vollzeitstellen davon betroffen.

Da die meisten Frauen auch in Frankfurt entweder in Teilzeit oder in Minijobs arbeiten, ist das Einkommen sehr niedrig. Gerade in der Dienstleistung sind die Löhne niedrig. Diese Jobs werden oft als “Frauenberufe“ bezeichnet. Viele sind ohne Ausbildung oder mit geringer Qualifikation. Hier schlägt sich nieder, dass Frauen aufgrund der Kinderversorgung meist schlechter ausgebildet sind und daher auch schlechter bezahlte Jobs bekommen - und diese dann in Teilzeit, weil wer soll auf das Kind aufpassen?

10,- € Mindestlohn, gesellschaftliche Kinderversorgung und Gleichstellung der Löhne von Männer und Frauen sind konkrete Forderungen zur Verbesserung der Situation, für die wir eintreten. Dies tun wir aber mit dem Bewußtsein, dass unter diesen gesellschaftlichen Verhältnissen das Problem nicht gelöst werden kann - da hat Clara Zetkin immer noch Recht, auch 100 Jahre später.

Quellen: Statistik Aktuell auf frankfurt.de